Glückliches Unentschieden

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Ingolstadt (DK) Die Handballer des MTV Ingolstadt sind mit einem 25:25-Unentschieden in die neue Landesliga-Saison gestartet. Der Aufsteiger hatte im Heimspiel gegen den TV Helmbrechts dabei mit großen Personalsorgen zu kämpfen.

Gleich mehrere Premieren gab es am Sonntag in der MTV-Halle zu feiern. Erstens, die MTV-Handballer starteten als Aufsteiger in die Landesliga-Saison, und zweitens hält „Kollege Computer“ in Form eines elektronischen Spielberichtsbogens Einkehr in die Handball-Hallen.

Dass in der Landesliga ein rauerer Wind weht als in den unteren Ligen, bekamen die Lilaweißen schon vor Spielbeginn zu spüren, als die Gäste aus Helmbrechts bei den Schiedsrichtern darauf bestanden, ohne das bei den Handballern so beliebte Harz zu spielen. Ein Umstand, der im Spielverlauf noch wichtig werden sollte. Auch der neue MTV-Trainer Stoica zeigte schon vor Beginn des Spieles Sorgenfalten, da mit Weiland, Klein, Feldmann, Struß und Schneider gleich fünf Stammspieler verletzungsbedingt oder aus beruflichen Gründen fehlten.

An sich startete das Spiel aus MTV-Sicht nicht schlecht. Über 2:2 (5. Minute) und 4:4 (8.) erzielte Kapitän Stephan Auernhammer erstmals in der 10. Minute einen kleinen Zwei-Tore-Vorsprung zum 6:4. Der Vorsprung hatte allerdings keinen langen Bestand, denn die Oberfranken konnten bis zum 9:9 in der 21. Minute immer wieder ausgleichen.

Es folgte die beste Phase der Gastgeber, die nun durch den reaktivierten Napast, Mesiarik, Neumann und Auernhammer teilweise herrlich herausgespielte Tore vorlegten. So fielen das 14:10 und der 15:11-Pausenstand nach zwei Kempa-Tricks durch Neumann und Auernhammer.

Nach Wiederanpfiff machte sich nun das Harz-Verbot bemerkbar. Die Hausherren, die eine starke Vorbereitung gegen gute Gegner erfolgreich absolviert hatten, zeigten nun unerklärliche Ballverluste und technische Fehler. Zwar konnte ein Vorsprung noch gehalten werden, aber die Gäste kamen über 18:17 (37.) immer näher heran. In der 39. Spielminute war es dann so weit, und die Helmbrechtser glichen zum 18:18 aus.

MTV-Trainer Stoica nahm daraufhin eine Auszeit, um seine Mannschaft zu beruhigen, was ihm auch gelang – denn Mesiarik und Auernhammer konnten anschließend auf 20:18 erhöhen. Aber die Gäste kamen – auch begünstigt durch Abspielfehler aufseiten des MTV – wieder auf 20:20 heran, und nun musste auch noch Olaf Neumann eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe absitzen. Zu allem Überfluss verletzte sich der sowieso schon angeschlagene Peter Mesiarik zu diesem Zeitpunkt bei einem Foulspiel und konnte nicht mehr eingesetzt werden.

Die Franken nutzten diesen Vorteil eiskalt und gingen in der 56. Spielminute mit 25:23 in Führung. Die Ingolstädter bewiesen aber Nervenstärke und bekamen in den letzten zwei Minuten noch zwei Strafwürfe vom gut leitenden Schiedsrichterteam aus Erlangen zugesprochen, die Stephan Auernhammer zum 25:25-Endstand verwandeln konnte.

Trainer Stoica äußerte sich nach dem Schlusspfiff: „Ich kann heute nicht ganz mit dem Spiel zufrieden sein. Dass im ersten Saisonspiel eine gewisse Nervosität vorhanden ist, verstehe ich, aber so viele technische Fehler dürfen nicht vorkommen. Ich hoffe, dass sich die Personalnot (mit Napast und Horvat wurden gleich zwei Spieler reaktiviert) bald etwas lindert.“

Eine weitere Gelegenheit, harzfrei zu üben, bietet sich den Lilaweißen am kommenden Sonntag beim Mitaufsteiger HSG Rödental/Neustadt.

MTV Ingolstadt: Fejzovic, Homorodan (beide Tor), Auernhammer (10 Treffer), Mesiarik (6), Neumann, Napast (je 2), Horvat, Knuff, Hackenberg, Reinecke, Toth (je 1).

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