Chronik

 

Geschichte der Schachabteilung

 

Die Schachabteilung begann ihr Leben buchstäblich im Keller: Am Anfang standen eine Handvoll schachbegeisterter MTVler, die ihrem Hobby mangels anderer Räumlichkeiten in den Kasematten an der Jahnstraße nachgingen, was dem Spieleifer jedoch keinen Abbruch tat. Mit der Übung stieg auch die Spielstärke, und 1946 nahm man im SVB den Turnierbetrieb auf. Ans Tageslicht gelangte die Schachabteilung 1971: Karl Meyer hatte inzwischen den Vorsitz von Ludwig Lazarus übernommen und konnte nun im neuen Vereinsheim an der Friedhofstraße 1972 die Aufbauarbeit betreiben. Die Mannschaft hatte inzwischen den Verband gewechselt und wurde im BSB aktiv.

Der Aufstieg der Abteilung konnte beginnen, als sich Josef Freundorfer dem MTV anschloss. Vom talentierten Jugendspieler steigerte er sich beständig, entwickelte sich zum Abonnement-Stadtmeister und spielte während seines Studiums in Regensburg am Spitzenbrett der Bundesliga!

Die Mannen um den engagierten Abteilungsleiter Meyer sammelten Spielpraxis und etablierten sich in der Kreisliga. Eine zweite Mannschaft mit einer Mischung aus erfahrenen und lernwilligen, jungen Spielern bildete 1977 das Gerüst der „Reserve“. Bemerkenswerte Erfolge der intensiv Jugendarbeit kamen zu tragen, als Jugendspieler wie Peter Euringer, Georg Forster, Armin Gürtler, Robert Kreisel und Günter Falkenhahn im Schachkreis für Furore sorgten und 1980 in die Jugendbezirksliga aufstiegen. Anfang der Achtziger ließen die Jugendspieler Christian Mahrt und Andreas Menrad aufhorchen und sorgten für einige Titel bei den Stadtmeisterschaft.

Spieler wie Harald Eitel Emin Duraku, Peter Buchta und Josef Deichler schafften ebenfalls den Sprung in die oberbayrische Ebene.


“Oberbayrische Elite”

Mehrere Jahre erreichte die erste Mannschaft in der Kreisliga „nur“ die Vizemeisterschaft, doch in der Saison 87/88 platzte der Knoten. Josef Freundorfer, Christian Mahrt, Harald Eitel, Werner Piechatzek, Peter Euringer, Karl Meyer, Emin Duraku, Peter Rak und Andreas Menrad realisierten das Saisonziel und stiegen als Kreismannschaftsmeiter in die Bezirksliga Oberbayern auf.

Die Kreismeister

Eine Saison später – die Erste belegte in der Abschlusstabelle einen 5. Platz schaffte die 2. Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga.


Aufstieg der 2. Mannschaft

Durch mehrere Neuzugänge beschloss die Abteilungsführung eine dritte Mannschaft an den Verband zu melden. Einen Grund mehr zu feiern gab es nach der Spielzeit 89/90. Nach zweijähriger Bezirksligazugehörigkeit feierten die Schachspieler die oberbayerische Meisterschaft und stiegen in die Regionalliga Süd-Ost auf. MTV II konnte sich in der Kreisliga halten und in der B-Klasse schaffte die Dritte einen respektablen Mittelfeldplatz. In dieser äußerst aktiven Schachzeit unternahmen die Spieler Karl Meyer, Marcus Hausmann, Horst Waldemair und Andreas Menrad einen Schachausflug in das „Schachmekka“ nach Moskau und nahmen dort an einem internationalen Turnier mit anderen Schachgrößen wie Tal, Waganian, Sokolov, Serper usw. teil.


Besuch in Moskau


Spiel gegen Großmeister Tal

Wiederum nach zwei Jahren Regionalliga schlossen sich – zum Leidwesen der Abteilung – Hans-Walter Geberl, Harald Eitel und Bernhard Gerstner dem Lokalrivalen SKI an und diesen Aderlass konnte die Mannschaft nicht verkraften. 1994 fand sich die Erste in der Kreisliga wieder, MTV II stieg in die A-Klasse ab und MTV III wurde in eine Vierermannschaft in die C-Klasse verwiesen. Die Kreis-Mannschaftsmeisterschaft wurde in den Spielzeiten 94/95 und 98/99 (sogar mit 18:0 MP) gewonnen, jedoch ein Fuß fassen in der Bezirksliga kam nicht mehr zustande. Wie vor 20 Jahren werden auch heute wieder große Erwartungen in unsere Jugendspieler gesetzt und mit Philip Nix (nun bei den Erwachsenen) Roland Göbel, Dalibor Ljevar, Benedikt Schaudig, Martin Meier, sowie unsere Jüngsten Udo Kolf, Max Weber, Josef Hartl und Peter Röhrig sind hoffnungsvolle Talente im Verein.