Hof (ebk) Die bayerischen Meisterschaften der Frauen, Männer und der Jugend U18 beendeten den Reigen der Landesmeisterschaften in der Leichtathletik. Die Klubs aus der Region konnten zwar vier Medaillen gewinnen, blieben aber ohne Titel.
Am knappsten verpasste dabei Hochspringer Manuel Marko (MTV Ingolstadt) bei den Männern den Sprung ganz oben aufs Siegerpodest. Noch gehandicapt durch die bei den oberbayerischen Titelkämpfen erlittene Adduktorenverletzung schaffte er es zwar aus einem langsameren Anlauf heraus, seine Saisonbestleistung von 1,95 Metern einzustellen, die Siegeshöhe von 1,98 Meter war am Ende aber etwas zu hoch. So blieb dem 32 Jahre alten Athleten immerhin Silber, bevor er Ende August bei den deutschen Polizeimeisterschaften in Rostock eine nicht immer einfache Wettkampfsaison abschließen wird. Silber holte auch Lukas Graßl vom TSV Reichertshofen bei seinem nächsten starken Wettkampf mit dem Diskus. Mit 47,70 Metern blieb er nur einen knappen Meter unter seiner persönlichen Bestweite und sicherte sich einen ungefährdeten zweiten Platz. Etwas unter Wert musste sich Tim Wermuth (MTV Ingolstadt) im Endlauf über 100 Meter verkaufen. Nach tollen Vorstellungen in Vorlauf und Halbfinale mit 10,88 und 10,77 Sekunden hatte er im Finale am Schluss des Rennens mit muskulären Problemen zu kämpfen. Mit 10,94 Sekunden blieb dem MTV-Sprinter nur der sechste Platz, seine Halbfinalzeit hätte sogar zu Bronze gereicht. Masters-Läuferin Diana Kurrer (MTV Ingolstadt) war mit ihrem Auftritt über 800 Meter bei den Frauen am Samstag nicht ganz zufrieden: 2:35,80 Minuten bedeuteten den zwölften Rang. Über 1500 Meter am Sonntag lief es dann deutlich besser. In Saisonbestzeit von 5:00,04 Minuten landete sie auf einem guten achten Platz.
Der Nachwuchs in der Jugend U18 holte wie die Erwachsenen ebenfalls zwei Mal Edelmetall. Eine zweite Medaille für den TSV Reichertshofen gab es bei der weiblichen Jugend U18 wieder beim Diskuswerfen. Antonia Hengl gewann hier nicht nur Bronze, mit 40,08 Metern knackte die Reuchlin-Schülerin zum ersten Mal in ihrer Karriere die 40-Meter-Marke. Zwei starke Rennen zeigte U18-Läuferin Magdalena Binder (SV Kasing) auf den längeren Strecken. Am Samstag über 3000 Meter verbesserte sie ihren Hausrekord um fast eine halbe Minute auf 10:30,55 Minuten und kam nur eine Zehntelsekunde hinter der Zweitplatzierten auf dem dritten Platz ins Ziel. Am Sonntag über 1500 Meter folgte mit Rang vier in 4:57,85 Minuten die nächste Spitzenplatzierung. Einen unglücklichen Verlauf nahm das Rennen über 800 Meter für Hindernisspezialistin Greta Hanselmann (MTV Ingolstadt). Nachdem sie lange geführt hatte, musste sie im Spurt auf der Zielgerade in einem hochklassigen Rennen noch drei Konkurrentinnen vorbeiziehen lassen. In 2:16,87 Minuten, einer Zeit, die bei den Frauen sogar für Silber gereicht hätte, lag sie am Ende als Vierte nur 0,04 Sekunden hinter den Medaillenrängen. Ihr Vereinskamerad Maximilian Koch kam bei der männlichen Jugend über 400 Meter in 52,93 Sekunden als Sechster ins Ziel. Leonie Sima (DJK Ingolstadt) bestätigte über beide Sprintstrecken ihre gute Form. 12,82 Sekunden in Vor- und Zwischenlauf über 100 Meter bedeuteten neuen persönlichen Rekord, ebenso die 26,62 Sekunden über 200 Meter. Auf beiden Strecken verpasste sie damit nur hauchdünn die Qualifikation für die Finalläufe.

